Im zweiten Teil meiner dreiteiligen Serie zur NCB 3.0 möchte ich mich etwas genauer mit den Kompetenzelementen beschäftigen – in denen es um das Verhalten im Projektmanagement geht.
In der NATIONAL COMPETENCE BASELINE (NCB 3.0) wurde das Thema Verhaltenskompetenz ganz bewusst intensiv beleuchtet und entsprechend ihrer Bedeutung haben diese Kompetenzelemente den Weg in die NCB 3.0 gefunden.
Wie wichtig der menschliche Faktor in Projekten ist, habe ich bereits in verschiedenen Artikeln betont.
Das Verhalten eines Menschen spiegelt seine Wünsche, Sehnsüchte, Hoffnungen aber auch Ängste und Befürchtungen wieder. Menschen verhalten sich so oder so – weil es dafür ganz bestimmte Gründe gibt – dies sollte jedem Projektmanager und Mensch bewusst sein.
Umso wichtiger ist es, sich diesem Thema intensiv zu widmen. Gerade in Projekten spielt das Miteinander der Menschen im täglichen Projektgeschäft eine ganz besondere Rolle.
Termin- und Leistungsdruck sowie Stress – bringen über kurz oder lang jeden an seine persönliche Belastungsgrenze – dies muss einem bewusst sein, will man Verhaltensweisen von Menschen verstehen.
Es geht bei den Elementen der Verhaltenskompetenz jedoch auch um Themen wie Offenheit, Verlässlichkeit und Ethik. Ich finde – dies sind drei Bereiche – bei denen oft von einer Art Selbstverständlichkeit gesprochen wird.
Warum wird davon ausgegangen, dass zum Beispiel Offenheit oder Verlässlichkeit selbstverständlich sind – und das nicht nur im Projektgeschäft – sondern auch im ganz normalen menschlichen Miteinander?
Was verstehen wir unter “Offenheit” im Projektmanagement?
Eine offene und transparente Projektkultur zu etablieren ist besonders wichtig um Vertrauen, gegenseitigen Respekt und Verlässlichkeit zu fördern. Die unterschiedlichen Spezialisten die im Projekt zusammenarbeiten, werden nur ihre Kompetenz und ihr Know how für das Projekt einbringen, wenn ein solches offenes Klima vorherrscht.
Ebenfalls ist es sehr wichtig offen gegenüber neuen Ideen und Vorschlägen anderer Mitstreiter zu sein.
Man wird oder ist nicht Projektmanager, weil man in allen Disziplinen der Beste ist – nein im Projekt gibt es Spezialisten, die auf Ihrem Gebiet viel besser sind. Genau dies muss offen und transparent kommuniziert werden.
Persönlich frage ich immer wieder meine Kollegen/innen, was Sie besonders gut können und was eher nicht. Dies geschieht jedoch nicht um Ihnen ihre eigenen Schwächen aufzuzeigen – vielmehr habe ich so die Möglichkeit sie hocheffektiv fürs Projekt einzusetzen und wenn es gewünscht wird, Unterstützung in weniger versierten Aufgaben anzubieten.
Dies geht jedoch nur wenn das Projektklima offen und respektvoll ist – und man dies selber vorlebt!
Heißt “Verlässlichkeit” im Projektmanagement nur pünktlich am Arbeitsplatz zu sein oder zum zugesagten Termin das geforderte Ergebnis zu liefern?
JA – sicher gehört genau dies im Projektgeschäft dazu. Verlässlichkeit erzeugt aber auch Vertrauen und Respekt und umfasst Verantwortungsbewusstsein, korrektes Verhalten, Zähigkeit und Zuversicht.
Verlässlichkeit ist im Grunde ein entscheidender Baustein für ein offenes und transparentes Projekt- und Arbeitsklima.
Und ich würde sagen überhaupt nicht selbstverständlich und im Projektgeschäft unverzichtbar.
Und was verstehen wir im Projektmanagement unter “Ethik“?
Hier finden sich Schlagworte wie . . .
Verhaltenskodex + Vertrauen + Fairness + Integrität + Loyalität + Moralische Werthaltung + Respekt + Solidarität + Verhaltenstransparenz
wieder.
Aber schauen Sie sich diese Themen einfach einmal in der NCB 3.0 an. Ab der Seite 94 bis 133 finden Sie die Themen zu den Verhaltens – Kompetenzelementen. Ich meine es lohnt sich – und das nicht nur für Projektmanager.
Hier können Sie sich die NCB 3.0 in deutscher Fassung kostenfrei als PDF herunterladen.
Author: Yves Mollenhauer



Friday, February 3rd at 8:34




Bernhard Bachinger Gott sei Dank bin ich nicht aus Zucker...
Thursday, January 26th at 19:46