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projektphasen: planung

die initiierungsphase endet im regelfall mit der entscheidung, ob das projekt startet oder es verworfen wird. eine bewusste und fundierte entscheidung zu treffen, ein projekt nicht zu starten, ist sehr viel wert.

die investitionen, die in einem zu realisierenden projekt einfließen, müssen gewinnbringend zum einsatz kommen. es muss allgemein die überzeugung vorherrschen, dass das zu startende projekt erfolgreich sein wird.

ist dies nicht der fall und liegen eindeutige, nachvollziehbare gründe vor, die einen erfolg in frage stellen oder sogar verhindern, ist die entscheidung zu treffen – das projekt startet nicht.

es ist grob fahrlässig und betriebswirtschaftlich unverantwortlich, projekte zu starten, die nicht erfolg versprechend sind.

hier ist eine klare sprache erforderlich – projekte kosten geld und niemand hat dies zu verschenken.

ich möchte jeden eindringlich ermuntern (hier besonders das Management), sich intensiv mit der entscheidung auseinander zu setzen.

natürlich sind die ergebnisse und dokumente die in der initiierungsphase erarbeitet wurden nicht umsonst gewesen – auch wenn ein projekt nicht startet.

  • in zwei jahren ist vielleicht genau der richtige zeitpunkt für das vorhaben – die erarbeiteten ergebnisse können genutzt werden
  • die gewonnenen erkenntnisse helfen mit sicherheit bei anderen vorhaben und entscheidungen
  • für ein nicht erfolg versprechendes und somit auch nicht durchgeführtes projekt, wurde keine ressourcen verschwendet

sicher können hier noch mehr Gründe stehen, warum der aufwand in der initiierungsphase nicht umsonst war, ich möchte aber aufhören und mit einem Ausspruch enden.


oft sind es die dinge die wir nicht tun, die unseren weg maßgeblich beeinflussen.


und dennoch – nur bewusste entscheidungen haben substanz. es soll aber mit der entscheidung – JA – das projekt startet, weitergehen.

mit dieser entscheidung beginnt unmittelbar die zweite phase – die projektplanung.


planung



aktivitätenPlanung (Details)

die grafik verdeutlicht, wie umfangreich die aktiviäten in dieser phase sein können.

je nach größe des projekts, sind bei den aktivitäten innerhalb der planungsphase immer gesunder menschenverstand gefragt. projektmanagement ist keine wissenschaft, sie ist praxisorientiert und pragmatismus ist das gebot der stunde.

auch wenn jede der aktivitäten in den einzelnen phasen bedeutsam und nicht zum selbstzweck durchgeführt werden, haben einige der aktivitäten in dieser phase ganz besondere bedeutung für den weiteren verlauf.

soll das projekt erfolgreich sein – und ich meine das steht außer frage, ist besondere genauigkeit und gründlichkeit angesagt.

es ist absolut essentiell einen detaillierten projektstrukturplan zu erstellen. auch termin-, kosten-, personaleinsatz- und finanzplanung sind mit besonderer sorgfalt und nach bestem wissen zu erstellen.

wird in dieser phase geschlampt, ziehen sich diese fehler durch das ganze projekt.

nicht selten kommt es durch ungenaue und schlampige arbeit in der projektplanungsphase zu kostenüberschreitungen und terminverzögerungen im späteren projektverlauf.

die ursachen für misserfolge in projekten – besonders in den bereichen kosten- und termineinhaltung, liegen in einer zu oberflächlichen und ungenauen planung.

sie werden sich nun fragen, warum ich das thema hier so austrete – glauben sie mir – es hat einen berechtigten grund.

lassen sie sich als projektleiter von ihrem auftraggeber oder vorgesetzten bezüglich der planungsaufwände „BITTE” nicht unter druck setzen.

erfolg kann nur der haben, der genau weiß wo es hingegen soll, was erreicht werden muss, bis wann es zu erreichen ist und wie hoch der aufwand sein darf.


meilenstein (e)

es ist sinnvoll bereits in der planungsphase mehr als einen meilenstein zu definieren. bei einer längeren planungszeit, kann an den meilensteinterminen geprüft werden wo man im planungsprozess steht.

übliche meilensteine in der planungsphase sind:Die Meilensteine

  • phasen- und meilensteinplanung erstellt
  • projektstrukturplan erstellt
  • kosten- und ressourcenplanung erstellt
  • finanzplanung erstellt
  • usw.

die planungen werden in der regel dem auftraggeber bzw. einem entscheidungsgremium zur freigabe vorgelegt. ist die freigabe erfolgt, startet ohne verzögerung die nächste phase.

in der praxis ist dies oft ein fließender prozess und anpassungen / änderungen an bereits freigegebene planungen sind etwas ganz normales.

was meiner meinung nach sehr wichtig ist, – planen sie nicht bis ins letzte detail.

die planung lebt und veränderungen bestimmen unsere welt.

es gibt keine rechtfertigung für verbrauchte aufwände, wenn zu bestimmten zeitpunkten planungen in entsprechender detaillierung nicht möglich sind.

man ist als projektleiter gut beraten, wenn man projekte abschnittweise plant. es macht keinen sinn einen abschnitt gartenanlagen zu planen, bevor die planung und realisierung des gebäudes erfolgt ist.

achtung, das timing ist sehr wichtig – risiken entstehen ebenfalls, wenn erst nach abschluss einer realisierungsphase wieder mit der planung des nächsten abschnittes begonnen wird.


achtung: stolpersteine / gefahrenGewitterblitz

ich hatte bereits in den letzten sätzen im abschnitt meilenstein (e) auf das thema risiken aufmerksam gemacht.

hier gilt es den nachfolgenden Punkten ganz besondere Beachtung zu schenken.


  • die teammitglieder sind in die detailplanung intensiv einzubinden
  • die planungstiefe muss entsprechend sein
  • es muss eine klare zuordnung von verantwortlichkeiten realisiert werden
  • die berücksichtigung wesentlicher projektrisiken ist immens wichtig
  • die planungsergebnisse sind detailliert zu dokumentieren
  • frühzeitige einbeziehung maßgeblicher stakeholder sichert die erforderliche unterstützung
  • offene, klare und zielgerichtete kommunikation


meiner meinung nach gibt es immer wieder eines der größten probleme vor dem man steht – die auftragsklärung und damit auch die zieldefinition.

dies findet normalerweise bereits in der initiierungsphase statt, aber hier in der planung hat man noch die möglichkeit unzulänglichkeiten und versäumnisse glatt zu ziehen.

tun sie es spätestens jetzt, sonst geht das ganze projekt nach hinten los. in der sich nun anschließenden umsetzungs- und steuerungsphase, darf es keine zweifel mehr geben.

gerade in der finalen und konkreten auftragsklärung zeigt sich, wie gut man sich in den kunden hineinversetzen kann und auf seine anforderungen / bedürfnisse eingeht.

Author: Yves Mollenhauer

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projektphasen: einleitung

im den nachfolgenden beiträgen werde ich etwas intensiver auf die bereits genannten projektphasen eingehen. es macht durchaus sinn ein Projekt in entsprechenden phasen abzuwickeln. dabei sind in jeder phase aktivitäten durchzuführen. die aktivitäten liefern ergebnisse die in der regel in erstellten dokumenten festgehalten werden. jede phase endet normalerweise mit einem meilenstein. natürlich können auch innerhalb einer phase mehrere meilensteine definiert werden.

vor allem in der planungs-, umsetzungs- und steuerungs- sowie der abschlussphase ist es sehr wichtig in engen zeitabständen meilensteine zu setzen. auf die bedeutung von meilensteinen werde ich etwas später intensiver eingehen.

die projektphasen können zum beispiel so wie hier abgebildet – horizontal dargestellt werden.

mit einem klick auf die jeweilige projektphase – gelangen sie direkt zum entsprechenden artikel

Projektphase: Initiierung Projektphase: Planung Projektphase: Umsetzung & Steuerung Projektphase: Abschluss Projektphase: Nachbetrachtung

Projektphasen: Einleitung


eine weitere interessante darstellung der projektphasen ist die prozess- oder ablaufdarstellung.

da projektmanagement und prozessmanagement für mich untrennbar verbunden sind, verwende ich die eine wie die andere darstellung gleichermaßen gern.


projektphasenprozess

in projekten geht es oft um die implementierung, optimierung oder veränderung von prozessen. oft stehen am ende von projekten signifikante änderungen im prozessmanagement an.

darum ist es sehr wichtig sich mit dem thema prozessmanagement zu beschäftigen. und nicht zuletzt – glauben sie mir es macht ungeheuren spaß. es ist einfach faszinierend, was man mit einem zielgerichteten prozessmanagement im business für erfolge erzielen kann.

aber ich schweife vom eigentlichen thema der projektphasen ab. ich komme zu einem späteren zeitpunkt noch ausführlich zum thema prozessmanagement.


hier die darstellung der projektphasen – vertikal als prozess / ablauf.


projekte in phasen einzuteilen und abzuarbeiten, entspricht einem vorgehensmodell.

es haben sich für die unterschiedlichsten projekte unterschiedliche vorgehensmodelle etabliert.

beispiele für vorgehensmodelle sind das wasserfallmodell, das v – modell oder das inkrementelle modell. später mehr zum thema vorgehensmodelle und welches modell wann zur anwendung kommt.

jetzt soll detaillierter auf die phasen initiierung, planung, umsetzung & steuerung, abschluss und nachbetrachtung eingegangen werden.

Author: Yves Mollenhauer

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die idee wird geboren

von der idee bis zum eigentlichen start eines projekts, könnten die schritte in etwa so aussehen.


ideenablauf

hier gibt es jede menge zu tun. jedoch ist das durchlaufen dieser schritte sehr wichtig und notwendig. nur so kommt man am ende zu einer qualifizierten bewertung, ob das projekt gestartet werden sollte oder nicht.

1. schritt

  • menschen entwickeln ideen
  • gesetzliche vorgaben zwingen zum handeln
  • finanzielle gründe treiben voran
  • der markt fordert veränderungen

2. schritt

fachleute und spezialisten entwickeln in workshops möglichkeiten, wie das vorhaben effektiv und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.

3. schritt

die Ergebnisse aus den workshops sind die grundlage für die formulierung von aussagen zu kosten, leistungen, terminen sowie der magischen +1.

4. schritt

es entsteht ein dokument (vielleicht auch mehrere), die das vorhaben beschreiben – ein so genannter projektantrag wird erstellt.

5. schritt

mit der vorstellung des vorhabens vor einem entscheidungsgremium werden die weichen gestellt. soll es losgehen (start), muss nachjustiert werden (wieder: fragen beantworten) oder wird das vorhaben verworfen – die entscheidung wird getroffen.

6. schritt

wenn es losgehen soll (start) wird aus dem projektantrag der projektauftrag (ggf. muss hier noch einiges angepasst werden) – die voraussetzung für den eigentlich formellen start des projekts – der formal freigegebene projektautrag.

7. schritt

nun geht es los – die projektplanung startet.


sicher ist die intensität der einzelnen schritte von vorhaben zu vorhaben sehr unterschiedlich. hier ist gesunder menschenverstand und augenmaß gefragt.

dieser abschnitt wird üblicherweise als initiierung oder auch projekt – vor – phase bezeichnet.

details hierzu werde ich im beitrag  projektphasen darstellen.

was man jedoch nicht vergessen darf, in allen schritten befassen sich menschen mit den unterschiedlichsten fragestellungen. es wird zeit und energie verbraucht und damit auch finanzielle mittel. diese sollten nicht unter den tisch fallen und von anfang an mit berücksichtigt werden.


lustigerweise findet man in der praxis oft folgende situation vor.

vorstand / geschäftsführer:
herr müller machen sie sich mal zu thema “XYZ” gedanken und setzen sie ein projekt auf. bitte für die nächste sitzung des vorstandes zum “xx.xx.xxxx” vorbereiten.

herr müller:
macht sich gedanken + spricht mit mitarbeitern , kollegen usw. + holt Iinformationen ein +  und und und . . .

fazit:
herr müller benötigt dafür die nächsten 2 wochen. somit arbeitet er 10 tage an der vorbereitung.

die kosten (wir wollen hier nur mal die personalkosten betrachten) liegen bei 600 € pro tag. damit kommen wir locker auf 6.000 €.

natürlich muss hier keine rechnung an einen berater oder so bezahlt werden, arbeitszeit und somit kosten sind jedoch entstanden.

bei einer späteren projektkostenkalkulation berücksichtigt herr müller seine aufwände.

vorstand / geschäftsführer:
herr müller, was steckt denn hinter den hier von ihnen dargestellten 6.000 €?

auf die erläuterung von herrn müller, reagiert der vorstand / geschäftsführer wie folgt:

was ist den das für ein unsinn, bitte herausnehmen – wir müssen sie doch sowieso bezahlen. das sind doch “. . . eh da Kosten . . .”

und wie würde der vorstand / geschäftsführer reagieren, wenn für die vorbereitung ein externer dienstleister beauftragt wurde?


eine wirklich nette geschichte, leider habe ich solche reaktionen in meiner beruflichen praxis mehr als nur einmal miterleben dürfen.

Author: Yves Mollenhauer

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