Mit Sharepoint 2010 aus der Wirtschaftskrise?
Kann Microsoft mit Sharepoint 2010 mittelständige Unternehmen helfen, um leichter aus der Wirtschaftskrise zu kommen? Auf dem Markt wurde es als „The Business Collaboration Platform for the Enterprise & the Web“ positioniert (Steve Palmer auf der SP-Conference in Las Vegas, Okt. 2009).
Microsofts Ansatz der „Business Collaboration“ im Sharepoint 2010 soll den Anwender befähigen, in einem dynamischen Umfeld sowohl im Unternehmen als auch im Web besser miteinander zu arbeiten, zu kommunizieren und zu interagieren.
Die entsprechenden Tools, wurden im Sharepoint 2010 gleich an mehreren Bereichen erweitert und miteinander abgestimmt. Die Communication-Features (Blog, Wiki,Tagging und News Feed) und Content-Funktionen (Arbeit mit Dokumenten) sind in Verbindung mit den Search (Fast-Suche) und Insights-Funktionen (jede Form von Business Intelligence) im Gesamten gesehen miteinander integrativer einsetzbar und erscheinen im Vergleich zur vorhergehenden Version wesentlich „runder“. Es wurde nun auch die Schwäche der Business Connectivity (Anbindung von Backend-Systemen) ausgemerzt und deutlich verbessert.
Ohne Zweifel ist es den Microsoft-Mannen aus Redmont gelungen eine Verbesserung an vielen Ecken (wenn oft auch nur kleine) des Sharepoint-Systems zu schaffen. Auch weil das User-Interface in Form der Ribbon-Technologie (bekannt von Office 2007) Einzug gehalten hat.
Um aber zur Frage aus der Überschrift zurück zu kehren….Sharepoint ist eine große Werkzeugkiste, er besitzt viele technische Funktionen und Features, aber es besteht die Gefahr, dass sich die Unternehmen von den IT-Werkzeugen zu sehr beeindrucken lassen und zu schnell mit einer Umsetzung beginnen. Wie bei allen anderen Software-Projekten auch, sollten nach meiner Meinung vorab Anforderungen aufgenommen werden, damit ein SharePoint-System richtig eingesetzt werden kann.
Was sind also die eigentlichen Fragen die sich ein Unternehmen vor der Implementierung stellen sollte? Beispiele möchte ich nachfold anführen:
- Haben wir Verbesserungspotential im internen Datenaustausch?
- Wie läuft die Kommunikation zwischen unseren Abteilungen?
- Erfolgt die Dokumentation unserer Geschäftsrozesse einheitlich?
- Lernen wir von Fehlern? Wie werden Verbesserungsprozesse angestoßen?
Und die vielleicht wichtigste Frage im Zusammenhang der Überschrift im Artikel: wo und mit welchen Lösungen können wir am schnellsten messbare Erfolge erzielen?
Oft fehlt es in den Unternehmen nach einem „Plan“ – es werden nur die technischen Anforderungen der IT aufgenommen, aber kaum die fachlichen Anforderungen der Fachabteilungen, und wenn dann vielmals nur punktuell. Unbedingt sinnvoll ist auch eine Miteinbeziehung der Geschäftsprozesse bei der Anforderungsanalyse. Viele wichtige Abläufe und Tätigkeiten lassen sich zu Geschäftsprozessen zuordnen. Aus Sicht dieser Geschäftsprozesse, lassen sich nicht nur die technischen, sondern auch die organisatorischen Anforderungen leichter identifizieren und zuordnen.
Kurz gesagt es fehlt oft an einer durchdachten Strategie im Bereich der IT- Unterstützten Kommunikation. Nur wenige Firmen nehmen sich dazu Zeit und erstellen ein „Konzept“ bzw. einen Plan des Informations,- Kommunikationsmanagements – wie soll die Zusammenarbeit (Prozesse) im Unternehmen ablaufen und wie kann die Technik dabei unterstützend helfen, um einfacher, schneller und effizienter Informationen den Mitarbeitern bereit zu stellen.
Technik alleine reicht nicht aus, es ist sehr wichtig die Ausgangssituation und die Ziele zu kennen, die man verfolgt und dabei vorab auch einen Plan zu entwickeln, wie man dabei vorgehen will. Man sollte auch beim Einsatz des neuen MS Sharepoint 2010 „Business Collaboration Platform“ nicht auf diesen PLAN vergessen!
Author: Wolfgang Laister















