die idee wird geboren

von der idee bis zum eigentlichen start eines projekts, könnten die schritte in etwa so aussehen.


ideenablauf

hier gibt es jede menge zu tun. jedoch ist das durchlaufen dieser schritte sehr wichtig und notwendig. nur so kommt man am ende zu einer qualifizierten bewertung, ob das projekt gestartet werden sollte oder nicht.

1. schritt

  • menschen entwickeln ideen
  • gesetzliche vorgaben zwingen zum handeln
  • finanzielle gründe treiben voran
  • der markt fordert veränderungen

2. schritt

fachleute und spezialisten entwickeln in workshops möglichkeiten, wie das vorhaben effektiv und wirtschaftlich umgesetzt werden kann.

3. schritt

die Ergebnisse aus den workshops sind die grundlage für die formulierung von aussagen zu kosten, leistungen, terminen sowie der magischen +1.

4. schritt

es entsteht ein dokument (vielleicht auch mehrere), die das vorhaben beschreiben – ein so genannter projektantrag wird erstellt.

5. schritt

mit der vorstellung des vorhabens vor einem entscheidungsgremium werden die weichen gestellt. soll es losgehen (start), muss nachjustiert werden (wieder: fragen beantworten) oder wird das vorhaben verworfen – die entscheidung wird getroffen.

6. schritt

wenn es losgehen soll (start) wird aus dem projektantrag der projektauftrag (ggf. muss hier noch einiges angepasst werden) – die voraussetzung für den eigentlich formellen start des projekts – der formal freigegebene projektautrag.

7. schritt

nun geht es los – die projektplanung startet.


sicher ist die intensität der einzelnen schritte von vorhaben zu vorhaben sehr unterschiedlich. hier ist gesunder menschenverstand und augenmaß gefragt.

dieser abschnitt wird üblicherweise als initiierung oder auch projekt – vor – phase bezeichnet.

details hierzu werde ich im beitrag  projektphasen darstellen.

was man jedoch nicht vergessen darf, in allen schritten befassen sich menschen mit den unterschiedlichsten fragestellungen. es wird zeit und energie verbraucht und damit auch finanzielle mittel. diese sollten nicht unter den tisch fallen und von anfang an mit berücksichtigt werden.


lustigerweise findet man in der praxis oft folgende situation vor.

vorstand / geschäftsführer:
herr müller machen sie sich mal zu thema “XYZ” gedanken und setzen sie ein projekt auf. bitte für die nächste sitzung des vorstandes zum “xx.xx.xxxx” vorbereiten.

herr müller:
macht sich gedanken + spricht mit mitarbeitern , kollegen usw. + holt Iinformationen ein +  und und und . . .

fazit:
herr müller benötigt dafür die nächsten 2 wochen. somit arbeitet er 10 tage an der vorbereitung.

die kosten (wir wollen hier nur mal die personalkosten betrachten) liegen bei 600 € pro tag. damit kommen wir locker auf 6.000 €.

natürlich muss hier keine rechnung an einen berater oder so bezahlt werden, arbeitszeit und somit kosten sind jedoch entstanden.

bei einer späteren projektkostenkalkulation berücksichtigt herr müller seine aufwände.

vorstand / geschäftsführer:
herr müller, was steckt denn hinter den hier von ihnen dargestellten 6.000 €?

auf die erläuterung von herrn müller, reagiert der vorstand / geschäftsführer wie folgt:

was ist den das für ein unsinn, bitte herausnehmen – wir müssen sie doch sowieso bezahlen. das sind doch “. . . eh da Kosten . . .”

und wie würde der vorstand / geschäftsführer reagieren, wenn für die vorbereitung ein externer dienstleister beauftragt wurde?


eine wirklich nette geschichte, leider habe ich solche reaktionen in meiner beruflichen praxis mehr als nur einmal miterleben dürfen.

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