Pentadoc Blog Beiträge

NCB 3.0 und das Eye of Competence

Bereits im Artikel Zertifizierung in aller Munde bin ich kurz auf die NCB (National Competence Baseline) eingegangen. Gerade Kompetenz im Projektmanagement ist ganz entscheidend für den Erfolg von Projekten.

In der Praxis werde ich immer wieder damit konfrontiert, dass eingesetzte Projektmanager nicht die erforderlichen Skills mitbringen. Hier sind immer wieder erhebliche Defizite bei der Methoden-, Fach-, Organisations- und Sozialkompetenz festzustellen. Zum Lesen des gesamten Artikels klicken Sie bitte hier

Author: Yves Mollenhauer

podcast: teil 1 von (7)

im juni 2009 wurde von der SAPERION AG in zusammenarbeit mit Prof. Dr. Sorg (autor des buches „WEGWEISER FÜR MANAGER – Das Papierarme Büro“), Guido Schmitz (vorstand der PENTADOC AG) und meiner person eine podcast – serie produziert, die sich mit der folgenden kernfrage beschäftigt.


ist ecm (enterprise content management) ein management – thema?


im ersten podcast der siebenteiligen serie geht es um folgende Frage:

Podcast Frage 1super spannend wie ich finde, zumal heute immer noch das thema ecm in die ecke der informationstechnologie gestellt wird.

hier spiegelt sich der verklärte blick vieler unternehmen wieder. bitte betrachten sie ecm als technologie nicht isoliert.

ecm muss als komplexes zusammenspiel von menschen, prozessen und technologie verstanden werden.

ich habe immer wieder das gefühl – wir stehen erst am anfang eines sehr langen und herausfordernden weges – der jedoch zwingend gegangen werden muss – will man die zukunft für sich mitgestalten.


gut, wenn sich menschen finden, die diese botschaft in die unternehmen tragen und damit einerseits die wichtigen denkanstöße liefern und gleichzeitig auch für die umsetzung mit ihrem know how zur verfügung stehen.


hier verbinden sich viele aktuelle themen wie . . .

  • effizientes projektmanagement (pm)
  • an den anforderungen ausgerichtetes business prozess management (bpm)
  • der einsatz neuester technologien (ecm)

. . . zu möglichkeiten – besser zu werden und die schwierigkeiten unserer zeit zu meistern.


bereits mit der publikation der buchs „WEGWEISER FÜR MANAGER – Das Papierarme Büro“ (in meinem artikel bereits vorgestellt), hat die SAPERION AG eine internetseite ins leben gerufen – mit dem slogan – leidenschafftvorsprung. ein wortspiel mit sehr viel hintergrund wie ich finde. eines wird ganz deutlich – wenn es drückt und klemmt, ist man gezwungen nach lösungen zu suchen.

warum eigentlich erst dann? – aber das wollen wir mal so stehen lassen.


wie gut, dass mit ecm etwas verfügbar ist, mit dem man diese herausforderungen von heute und morgen meistern kann.

fordern sie doch einfach unter www.leidenschafftvorsprung.de ihr persönliches exemplar des buches „WEGWEISER FÜR MANAGER – Das Papierarme Büro“ an und lassen sie sich im ersten podcast auf www.saperionblog.com inspirieren – es lohnt sich die zeit zu investieren.

persönlich war die produktion der podcasts eine ganz neue erfahrung – es ist schon ein sonderbares gefühl sich selbst zu sehen und zu hören. da kommen die kollegen schmitz und sorg irgendwie viel natürlicher rüber.

aber überzeugen sie sich doch selbst.

. . . hier geht’s zum podcast teil 1


viel inspiration wünscht ihnen – yves mollenhauer / berlin, 29. september 2009

Author: Yves Mollenhauer

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ecm allianz deutscher software-hersteller

mit der Initiative ECM jetzt! – am 14. september 2009 – haben sich deutsche software-hersteller zu einer ecm – allianz zusammengeschlossen und die ECM Allianz Deutschland GmbH gegründet.

die initiative finden sie im internet unter www.ecm-jetzt.de.


diese sieben unternehmen sind mit dabei . . .

d.velop AG

EASY SOFTWARE AG

ELO Digital Office GmbH

OPTIMAL SYSTEMS GmbH

SAPERION AG

SER Solutions Deutschland GmbH

windream GmbH


hier finden sie die offizielle pressemitteilung zur gründung als pdf-dokument.

ECM jetzt! verfolgt das ziel, unternehmen noch stärker auf ecm zu fokussieren.


enterprise content management darf auf keinen fall nur aus der technischen sicht betrachtet werden. ecm ist keine reine it – sondern insbesondere eine aufgabe des managements.

entscheidend ist die gestaltung hoch effizienter und praxistauglicher businessprozesse in den unternehmen.

dies muss gelingen, will man zukunftsfähig sein, werden und bleiben.

durch die verfügbarkeit der technologien die ecm heute und in der zukunft bietet – sind die voraussetzungen für die bewältigung dieser immens wichtigen aufgabe – sehr gut – um im harten wettbewerb zu bestehen.

die teilnehmenden software-hersteller bieten eine breite palette von lösungen für die unterschiedlichsten herausforderungen in den unternehmen an – nun gilt es die richtige lösung für jedes einzelne unternehmen zu finden.


persönlich finde ich es besonders gut, dass sich die software-hersteller ihrer stärke -  der gemeinsamkeit – bewusst werden und sich gerade deutsche Anbieter mit ihren sehr guten lösungen und produkten positionieren.

hier erinnert mich der zusammenschluss der – sieben an die sieben samurai – die sich einer schier unbesiegbaren übermacht entgegenstellen.

die informationsflut unserer zeit gilt es zu besiegen und zu managen.

die zeit für ecm ist gekommen und das gold in den prozessen kann gehoben werden. zusammen mit den ecm – lösungen aus deutschland kann dies gelingen.

die pressemitteilung und der auftritt im internet zeigen mir, dass der zusammenschluss der richtige weg ist – gemeinsam mit den unternehmen nach den jeweils besten lösungen zu suchen und diese umzusetzen.

ich bin gespannt wie es weitergeht und werde das geschehen der Initiative ECM jetzt! sehr genau verfolgen. wer nichts verpassen will, sollte auf jeden fall den newsletter auf www.ecm-jetzt.de abonnieren.


berlin, 14. september 2009 – yves mollenhauer

Author: Yves Mollenhauer

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ausblick: september 2009

für den monat september möchte ich einen kleinen ausblick geben, was sie auf blog.pentadoc.com erwartet.

der september ist aus ecm / dms – sicht der monat schlechthin – die DMS EXPO findet vom 15. bis 17.09. in köln statt.

wie in meinem artikel vom 20. mai 2009 bereits veröffentlicht, werde ich alle drei tage anwesend sein. gerade plane ich die einzelnen tage, verabrede mich mit leuten die ich gerne treffen möchte und schau mir das umfängliche veranstaltungsprogramm an.

ich möchte mir drei interessante themen heraussuchen. über diese themen werde ich dann ausführlich hier auf blog.pentadoc.com berichten.

übrigens – die drei themen stehen noch nicht ganz fest.

ein zweites sehr wichtiges ereignis im september ist – unser urlaub auf mallorca. ich freu mich schon riesig und irgendwie brauche ich jetzt auch mal wieder eine kleine auszeit.

somit wird blog.pentadoc.com in der zeit vom 31. august bis 14. september pausieren.


einige themen stehen natürlich weiterhin in der warteschlange – ehrlich gesagt habe ich aus zeitlichen gründen einige themen noch nicht weitertreiben können.

aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben – es geht nach meinem urlaub auf jeden Fall mit . . .

  • der ecm – projektlandkarte
  • der elektronischen akte
  • dem projekt „praxisbook ecm“


weiter.

auch werde ich versuchen nun endlich, das buch „Kosten runter, ECM rein“ fertig zu  lesen. meine rezension wird dann hier auf blog.pentadoc.com veröffentlicht.

für die DMS EXPO suche ich noch nach einer interessanten variante der berichterstattung – bin selber mal gespannt – was mir hier einfallen wird. oft bekomme ich dann vor ort die mir fehlende inspiration. übrigens merk ich daran regelmäßig,  dass eine kleine auszeit ganz gut ist.

und dann habe ich noch eine überraschung auf lager – eigentlich schon fertig – muss aber noch auf einen zuruf warten.

lassen sie sich also überraschen – ich denke der herbst wird sehr interessant auf blog.pentadoc.com.


ps:

keine angst, es wird jetzt aber nicht jeden monat einen ausblick auf den nächsten geben – nur wenn wichtiges ansteht – werde ich dies tun.


berlin, 31. august 2009 – yves mollenhauer

Author: Yves Mollenhauer

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elektronische akten: arten

Aktenartendenkt man an elektronische akten, fallen einem unweigerlich diverse in der praxis vorkommende arten von elektronischen akten ein.

schnell können beziehungen zu einzelnen arten identifiziert werden. die aktenarten und ihre beziehnungen lassen rückschlüsse zu, auf die branche in der sie verwendet werden.

ebenfalls ist es möglich erste informationen über organisatorische gegebenheiten im unternehmen zu erkennen.

gerade dann, wenn man sich vom hierarchischen unternehmens – strukturgedanken löst und sich mehr einer prozessualen sicht zuwendet, wird schnell deutlich welche beziehungen zwangsläufig bestehen müssen, wenn unternehmensabläufe funktionieren sollen.

bestehen diese beziehungen nicht, kommt es häufig zu störungen in den arbeitsabläufen.

sicher ist es erheblich leichter beziehungen zwischen elektronischen akten herzustellen, als diese bei physisch vorliegenden akten zu realisieren.


Aktenarten und Beziehungenan einem einfachen beispiel können diese beziehungen gut verdeutlicht werden.


ein dokument – sagen wir mal eine kundenbeschwerde – kommt papierhaft über die gute alte post ins unternehmen.

die poststelle nimmt quasi die initiative in die hand und verteilt hoffentlich schnell und zielgenau.

gut dort angekommen wo der vorgang auch bearbeitet werden muss, kann es also mit der erledigung des vorgangs losgehen.

und nun geschieht genau das, was ich mit den beziehungen andeuten will.

der vorgang muss in die kundeakte, aber auch in die beschwerdeakte, möglicherweise auch in die schadensakte – aber da sind wir uns gleich nicht mehr so sicher. dies hängt maßgeblich von den gelebten prozessen in der organisation ab.



worauf will ich hinaus?

ganz einfach: es reicht nicht aus, sich nur über die art von akten gedanken zu machen und auch nicht nur darüber – wie bilde ich „meine“ fachspezifische papierakte elektronisch ab.

es ist sehr wichtig das umfeld und was mit den akten passiert zu betrachten.

  • wo wird die akte benötigt?
  • wer braucht zugriff?
  • wie ist die reihenfolge der bearbeitung?
  • wer muss informiert werden?
  • welche beziehungen bestehen?
  • müssen neue oder andere beziehungen hergestellt werden?
  • unterstützt inhalt und aufbau der akten die abarbeitung von vorgängen?


auf diese und viele andere fragen müssen antworten gefunden werden – antworten die eine einzelne fachabteilung nicht beantworten kann – und dies zwingt dazu über den tellerrand ganzheitlich auf das unternehmen zu blicken.

ich unterbreche hier mal meine gedankengänge – denn es würde hier zu weit führen und den rahmen dieses kleinen artikels sprengen.


und dennoch ist dies möglicherweise erst ein schritt weit hinter einer einführung einer elektronischen akte in einem fachbereich des unternehmens.

es sind wichtige voraussetzungen innerhalb des fachbereichs zu schaffen – wie zum beispiel technische, organisatorische und ganz wichtig - voraussetzungen bei den menschen – um überhaupt starten zu können.

ich behaupte hier ganz provokativ: technische herausforderungen sind ein klacks im vergleich zu den herausforderungen die auf der menschlichen und organisatorischen ebene warten.

gewinnen wir die menschen für elektronische akten – werden wir erfolgreich sein.


meine persönlichen erfahrungen bei der realisierung elektronischer akten, beziehen sich auf die finanzbranche. der erfahrungsaustausch mit menschen aus anderen branchen – zeigt jedoch viele vergleichbare szenarien.

hier konnte ich bereichsinterne wie auch übergreifende elektronische akten realisieren. natürlich sind die potenziale unvergleichlich größer – können unternehmensweite lösungen umgesetzt werden.

werden nicht nur reine auskunftsakten (erste phase auf dem weg zur wirklichen elektronischen akte) entwickelt, sondern workflows übergreifend mit unterschiedlichen fachbereichen realisiert, wird die einführung zu einem (im positiven sinne) erdrutschartigen ereignis im unternehmen.

in solchen projekten, wie ich sie beispielsweise zwischen der privatkundenabteilung und der depotabteilung einer bank mit realisieren durfte, ist spannung und spass pur angesagt. am ende winkt ein sehr lohnenswertes ziel mit effizienzsteigerungen, die sich zuvor niemand wirklich erhofft hätte.


abschließend möchte ich noch einige worte zu meiner anmerkung „erste phase auf dem weg zur wirklichen elektronischen akte“ machen.

niemand sollte sich der illusion hingeben, die einführung von elektronischen akten könnte in einer vollumfänglichen art und weise innerhalb eines projekts stattfinden.

man startet oft da wo es am meisten klemmt – dann bekommt (hoffentlich) die einführung in diesem bereich „ohren“ und wird positiv bekannt. andere bereiche wollen auch mitspielen und bringen ihre ideen und anforderungen mit ein. dabei entwickelt sich die ursprüngliche lösung immer weiter – denn wir leben in einer sich ständig verändernden welt.

in der zwischenzeit ist das ursprüngliche projekt schon lange abgeschlossen.

so zieht das ganze thema immer größere kreise und ein bereich nach dem anderen verfällt den verführungskünsten der elektronischen akte – bis es sogar die grenzen des unternehmens überwindet – kunden und partner wollen, können und dürfen nun auf  teile der elektronischen akte zugreifen.

ich gebe zu – eine schöne neue vision (und vielleicht auch nur meine und zu positiv). aber sind es nicht die spinnigen und verrückten ideen die die menschen voranbringen.

vielleicht hat dieser kurze artikel weniger über aktenarten verraten und eher hunger auf mehr gemacht, sich mit dem thema ganzheitlich zu beschäftigen.

ehrlich gesagt sind nicht die aktenarten spannend – sondern das was mit ihnen in der organisation passiert und was sich alles ändert, wenn elektronische akten realisiert werden.


berlin, 22. august 2009 – yves mollenhauer

Author: Yves Mollenhauer

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nachlese: frühstücksgespräche

wie bereits im artikel vom 04. august geschrieben, habe ich am 13. august mein zweites SAPERION frühstücksgespräch zum thema „Digitale Poststelle“ besucht.

dieses mal hat SAPERION als veranstaltungsort das The Westin Grand Hotel in berlin gewählt. eine gute wahl – wie ich finde.

altgediegenes hotel mit schwerer eiserner drehtür (manuell) und großzügiger aufgangstreppe in die erste etage. man fühlt besonders die verbindung von geschichte und moderne – die dieses gebäude ausstrahlt.

3 SAPERION AG mitarbeiter und 9 teilnehmer – unter anderem aus den branchen gesundheit, verkehr, wohnungsverwaltung und finanzen – eine gut gemischte runde und ein spannendes thema.

für mich persönlich immer sehr spannend -  sich mit anderen menschen auszutauschen, von den eigenen erfahrungen berichten und festzustellen, dass die eigenen herausforderungen auch anderswo die tägliche arbeit prägen.

wie bereits bei meinem ersten frühstücksgespräch (übrigens damals zum thema record management) – eine sehr angenehme, offene und entspannte atmosphäre.

wieder hat es SAPERION verstanden zurückhaltend und fast unspürbar zu moderieren und der sich sehr schnell entwickelnden diskussion freien lauf zu lassen – ohne ganz den faden zum thema „Digitale Poststelle“ zu verlieren.

ohne dies jetzt zu einem werbebericht für SAPERION und den frühstücksgesprächen zu machen – ich hör auch sofort auf damit – aber die veranstaltungen sind wirklich gut und es lohnt sich aus dem angebot von SAPERION ein interessantes thema herauszusuchen und hinzugehen.


nun aber zu den inhaltlichen schwerpunkten

schnell stellte sich heraus, dass genau die (zentrale) poststelle eine ungemein wichtige rolle im gesamten ecm – universum spielt.

ein ausspruch der mir in diesem zusammenhang sehr gefällt – und weil 100 % wahrheit drin steckt.

“die qualität von dokumentenmanagement beginnt beim input”


viele kleine oder auch größere schwierigkeiten treibt die teilnehmer um . . .


  • wie gehe ich mit der vielfalt der unterschiedlichen dokumente um?
  • soll ich in farbe oder in schwarz / weiss scannen?
  • wie realisiere ich eine möglichst hohe maschinelle erkennungsrate?
  • wie ereiche ich, dass auch alle dokumente in der zentralen poststelle ankommen?
  • wie leite ich die elektronischen dokumente schnellstmöglich an die richtigen stellen weiter?
  • wie bekomme ich viele dezentrale eingangsstellen unter einen hut?


ein sehr wichtiges thema (wer ahnt es schon) – email und umgang mit emails.

  • archivieren ja / nein
  • wann, was, wie
  • zuordnung zu den geschäftsvorfällen


daneben wurden auch themen angerissen wie dokumentengrößen, lebbarkeit, reproduktion, archivformate oder frühes / spätes scannen.


meine zentrale erkenntnis – die ich einmal mehr bestätigt bekommen habe –  es sind vor allem die herausforderungen im umgang mit den businessprozessen und dem umgang mit den signifikanten veränderungen in den organisationen die mit der einführung einhergehen und gelöst werden müssen.

mir wurde auch wieder bestätigt, dass immer noch – viel zu oft das ganze thema nur aus der technischen perspektive betrachtet wird.

die technik stellt heute aber kein wirkliches problem mehr da – hier gilt es die komplexität von prozessveränderungen, fachlichen anforderungen, gewohnheiten und bedürfnissen der menschen im zusammenspiel mit der technologie zu beherrschen.


es gilt also . . .

  • die menschen auf die veränderungen vorzubereiten und sie mitzunehmen
  • neue, bessere prozesse zu entwickeln – die praxistauglich sind
  • technologie sinnvoll und zur unterstützung der prozesse einzusetzen
  • die anforderungen der menschen, die diese prozesse tagtäglich mit leben füllen müssen, ernst zu nehmen und bei der realisierung zu berücksichtigen


es würde hier den rahmen sprengen alle angerissenen themen auch nur im ansatz inhaltlich fundiert darzustellen. auch die frühstücksgespräche vermögen dies nicht. jedes thema für sich benötigt viel mehr zeit um es tief greifend zu analysieren.


und dennoch nimmt man vieles mit. so auch ich . . .

die themen sind mir nicht neu, bereits seit 1998 habe ich mich mit vielen der angerissenen themen auseinander gesetzt. dennoch lernt man (ich) immer wieder dazu, sind viele themen heute immer noch vorhanden und es benötigt lösungen – die gemeinsam gefunden werden wollen.


das ist spannend und inspiriert mich – aus diesem grund geh ich hin und es macht spass zusammen mit anderen menschen zu diskutieren und nach lösungen zu suchen.


berlin, 14. august 2009 – yves mollenhauer

Author: Yves Mollenhauer

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idee und aktueller stand

die PENTADOC AG, hier speziell der bereich PENTADOC Radar, hat unlängst eine studie zum thema „Elektronische Akten in der Praxis“ durchgeführt – in der die aktuelle situation in verwaltung und wirtschaft beleuchtet wird. neben einem kurzen interview des verfassers der studie (hier als mp3 audiosteam zu hören),  kann die studie auch im PENTADOC Radar Shop käuflich erworben werden. eine sehr gute möglichkeit sich einen aktuellen überblick über das thema zu verschaffen – wie ich finde.


persönlich befasse ich mich bereits seit 1998 mit dem thema „elektronische Akte“. damals bin ich in einem projekt zur einführung eines elektronischen postkorbs unterwegs gewesen – bei dem bereits intensiv über workflows nachgedacht wurde.

diese wurden dann auch umgesetzt und gemeinsam mit meinen kollegen haben wir hiefür die fachlichen anforderungen definiert und die gesamte entwicklung bis hin zur einführung begleitet.

im jahre 1998 war das für mich wahnsinnig spannend und innovativ zugleich.

gerade im moment arbeite ich an der konzeption und realisierung einer mandantenakte und an der verbesserung einer dezentralen anbindung von standorten – verbunden mit den ersten schritten in richtung postkorb und workflow.

inspiriert durch die studie und meinen aktuellen herausforderungen, finde ich die idee spannend, dass thema hier auf blog.pentadoc.com aufzugreifen und zu beleuchten.

die „elektronische Akte“ ist ein kleiner teil im ganzen ecm – universum und es ist auch nicht wirklich neu. die anbieter von lösungen, wie zum beispiel die SAPERION AG mit ihrem seit 2009 auf dem markt befindlichen produkt „SAPERIONvelocity“, haben ihre lösungen kontinuierlich weiterentwickelt und die aktuellen technologien einfließen lassen.


Die elektronische Akte

gut, jetzt aber zurück zu meiner idee das thema etwas intensiver zu beleuchten.

wenn ich mir eine elektronische akte vorstelle, sieht die für mich in etwas so aus.

was sollten, auf dem weg zur entscheidung für oder gegen die einführung von elektronischen akten, für überlegungen angestellt werden? welche potenziale stecken in elektronischen akten und welche voraussetzungen für den einsatz müssen vorhanden sein?

auch auf fallstricke und stolpersteine will ich eingehen und von meinen eigenen erfahrungen berichten.

wichtig ist mir dabei, einen beitrag zum besseren verständnis und den hintergründen von elektronischen akten anzubieten. natürlich habe ich die weissheit auch nicht mit der muttermilch eingesogen – in über 10 jahren habe ich jedoch einige erfahrungen sammeln dürfen – die sicher an der einen oder anderen stelle durchaus interessant sein können.

damit ich gut starten kann, habe ich mir überlegt die zu beleuchtenden themen – als unterordner meiner „elektronischen Akte“ darzustellen.

wenn man so will, stellen die unterordner die struktur der “elektronischen Akte” dar. jede ebene kann natürlich weitere unterebenen haben. die anzahl der ebenen wird je nach fachlicher anforderung sehr unterschiedlich sein. rückmeldungen von anwendern haben mir gezeigt, dass mehr als 3 ebenen nicht sonderlich der übersichtlichkeit dienen – und wenn möglich sollte man auf mehr als 3 ebenen verzichten.


wenn am ende ein genaueres, transparenteres bild entsteht und antworten auf fragen wie . . .


  • was sind elektronische akten?
  • wie muss man sich elektronische akten vorstellen?
  • wie kann eine umsetzung aussehen?
  • was ist bei der einführung zu berücksichtigen?
  • und wie fang ich am besten an?


. . .  gefunden werden, wäre es meiner meinung ein gutes ergebnis.


herausstellen möchte ich, dass ich keine empfehlung für ein ganz konkretes produkt eines herstellers geben möchte.

wie geh ich an das thema „elektronische Akte“ heran – das ist das ziel – nicht mehr und nicht weniger.


eA_aktueller_Standspringen wir doch gleich mal in den ersten unterordner „aktueller stand“.

wo stehen nun die unternehmen und verwaltungen aktuell (sommer 2009) beim thema „elektronische Akte“?

hier gibt die studie von PENTADOC Radar einen sehr guten einblick.

ich habe  hierzu auch eine meinung und einige infos aus der praxis.


es fällt auf, wenn elektronische akten zum einsatz kommen, dass man oft insellösungen vorfindet. ein oder zwei organisationseinheiten, meist technikbegeisterte verantwortliche, treiben das thema voran und setzen es in ihrem verantwortungsbereich um. es geht teilweise soweit, dass selbst scannlösungen als inseln in den einzelnen fachbereichen realisiert sind.

natürlich gibt es hier zentrale poststellen, die einbeziehung scheitert jedoch oft an hierarchien, macht- und einflussinteressen. oft habe ich hier auch bereits aussagen vernommen wie . . .


  • wenn wir diesen fachbereich mit einbeziehen wollen, sind wir in 10 jahren noch nicht weiter.
  • die it brauchen wir hier überhaupt nicht zu fragen, die lehnen sowieso alles ab.
  • ich kann doch selbst entscheiden, wie ich moderne technik für meinen bereich einsetze.


wirkliche integrationen in bestehende it – infrastrukturen bzw. in kernanwendungen sind eher wenig anzutreffen. damit ist dann die elektronische akte auch nicht unternehmensweit durchgängig im einsatz.

oft findet man die elektronische akte als reine informations- und auskunftsplattform vor, workflow – themen werden erst interessant – bei bereichsübergreifenden realisierungen – diese sind jedoch selten.

dokumentenmanagement wird meiner einschätzung nach immer noch zu wenig strategisch im sinne einer unternehmensweiten strategie betrachtet.

finanzdienstleistungsunternehmen (banken, versicherungen) haben hier eine vorreiterrolle und arbeiten schon länger mit elektronischen akten.

bei der einführung werden effizienzsteigerungen bei der abarbeitung von vorgängen erwartet. es sollen die durchlaufzeiten signifikant verringert werden und informationen sollen jederzeit zur verfügung stehen.

für unternehmen die bereits elektronische akten einsetzen, werden immer mehr die themen prozessoptimierung, integration, abbildung von workflows und  einhaltung von compliance – anforderungen wichtig.

das gold in den prozessen, wird noch zu wenig gehoben – prozesse die durch dokumente gesteuert oder initialisiert werden, sind allzu oft nicht transparent und nicht dokumentiert.

bei genauer betrachtung werden auch an diversen stellen rechtliche verstöße erkennbar.


hier möchte ich vorerst aufhören.

im nächsten artikel werfe ich ein blick auf die unterschiedlichen arten von papierhaften akten in der praxis. hier deutet sich schon ein wenig das potenzial von elektronischen akten an.


berlin, 12. august 2009 – yves mollenhauer


Author: Yves Mollenhauer

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frühstücksgespräche

die SAPERION AG veranstaltet in regelmäßigen abständen so genannte „frühstücksgespräche“. es werden aktuelle und interessante themen im ecm – umfeld vorgestellt wie zum beispiel . . .

  • elektronische aktenverwaltung
  • records management
  • e-mail lifecycle management
  • usw.


das gesamte spektrum der themen kann auf der veranstaltungsseite der SAPERION AG im internet eingesehen werden. dort besteht auch die möglichkeit sich sofort für eine interessante veranstaltung anzumelden.

am 13. august findet ein „frühstücksgespräch“ in berlin statt. eine gut gelegenheit mich mit dem interessanten thema „DIGITALE POSTSTELLE“ zu beschäftigen.


der poststelle kommt in vielen organisationen eine besondere und zentrale rolle zu. nirgendwo im unternehmen ist das thema ein- und ausgehender dokumente so präsent wie dort.

in den poststellen beginnt oft der weg der papierhaften dokumente im unternehmen. werden die ein- und ausgehenden dokumente schnell und effizient verarbeitet – kann der gesamte prozess eine ungeahnte beschleunigung erfahren.

oft geht es in poststellen aber drunter und drüber. dokumente gelangen erst über viele unnötige stationen zum bestimmungsort. noch schlimmer ist es, wenn dokumente verloren gehen.

es kommt nicht selten zu doppelarbeiten, da kunden wegen nicht angemessener reaktionszeiten zum telefonhörer, zum fax oder zur e-mail greifen und ihr anliegen erneut platzieren – oft dann auch mit  unmutsbekundungen oder reklamationen.

also gilt zu klären – wie die dokumente schnell und zielsicher zum richtigen empfänger gebracht werden können.


die antwort möchte SAPERION mit der „DIGITALEN POSTSTELLE“ geben. ein brennpunkt – thema wie ich finde und sehr interessant.


übrigens sind die veranstaltungen normalerweise . . .

  • kostenlos
  • zeitlich überschaubar (9 bis 11 Uhr)
  • man kann sich mit andern teilnehmern austauschen
  • bekommt neue ideen für die erarbeitung von lösungen
  • und ein frühstück ist auch dabei


natürlich steht die SAPERION AG mit ihrem know how im ecm – umfeld und mit interessanten softwarelösungen zur verfügung.

vielleicht trifft man sich ja am 13. august in berlin oder zu einer anderen veranstaltung.


berlin, 04. august 2009 – yves mollenhauer

Author: Yves Mollenhauer

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phase: anforderungsdefinition

der analysephase schließt sich unmittelbar die phase der anforderungsdefinition an. für mich die wichtigste phase überhaupt – warum?

hier werden die weichen für den erfolg des ecm – projekts gestellt. am ende muss man genau wissen, welcher leistungsumfang im projekt erarbeitet werden muss. ebenfalls sind nach der anforderungsdefinition die grenzen der umsetzung klar festgelegt. dies überschneidet sich im übrigen nicht mit der abgrenzung des projektes aus der analysephase – jetzt muss die abgrenzung ganz konkret, auf operativer, funktionaler ebene erfolgen – es geht ans eingemachte.

Phase: Anforderungsdefinition

für mich persönlich immer ein sehr spannendes thema – da die abgrenzung gemeinsam mit allem am projekt beteiligen akteuren erarbeitet und ein konsens gefunden werden muss. auch was die prioritäten angeht, besteht dann eindeutigkeit. hier zeigt sich bereits die nächste große hürde, die es zu nehmen gilt.

es hört sich vielleicht einfach an, dass ist es aber bei leibe nicht. hier treffen ganz konkret die unterschiedlichen interessenslagen der fachbereiche, it und weiterer wichtiger stakeholder aufeinander.

es muss allen beteiligen deutlich gemacht werden, was genau die ergebnisse sind, die jeder erwarten kann und noch viel wichtigerwas nicht. naturgemäß liegen hier immer sehr unterschiedliche interessenslagen vor – die kunst besteht nun, dass sich alle annähern und am ende ein echter konsens erreicht wird.

der fokus liegt auf „einem echten konsens“. ich habe in meiner praxis schon oft erlebt, dass abstimmungen erfolgt und entscheidungen zugestimmt wurden, die zu einem späteren zeitpunkt immer wieder diskutiert und in frage gestellt wurden.

lebensnotwendig ist hier von „allen“ die schriftliche zustimmung zum leistungsumfang, den abgrenzungen und den prioritäten. das klingt formalistisch, ist es auch – jedoch zwingend erforderlich.

gut fangen wir mit den aktivitäten der anforderungsdefinition an.


aktivitäten

ist – prozesse aufnehmen

  • was ist der aktuelle stand?
  • wie sehen die derzeitigen abläufe aus?
  • wo liegen offenkundig oder auch versteckt defizite?

wer möchte sich schon mit dem „ist“ befassen, wir wollen doch alles „neu“ machen – höre ich oft die verantwortlichen sagen. ja, und gerade weil wir zielgerichtet veränderungen erreichen wollen – muss klar sein von wo wir kommen.

hier können einfache prozessmodellierungen sehr helfen, die abläufe transparent und nachvollziehbar darzustellen.

bitte verstehen sie mich nicht falsch, ich bin kein freund von langatmigen ist – prozessaufnahmen – zumal die heute kein kunde mehr bezahlen wird. dennoch ist es sehr wichtig, aber bitte mit augenmaß und betriebswirtschaftlichen sachverstand.


ein rat zum schluss dieser aktivität . . .

schönen sie hier nichts, nehmen sie die abläufe und fallbeispiele die richtig „gut“ nicht gut laufen. die realität in der täglichen arbeit offenbart das potenzial von ecm.


anforderungskatalog erstellen

anforderungen aufzunehmen, abzustimmen, gewichten und zu vernetzen – diese aufgaben stehen im vordergrund. oft entstehen anforderungskataloge oder matrizen die dann sehr übersichtlich die muss-, kann-, und wunschanforderungen mit entsprechenden prioritäten und abhängigkeiten darstellen.

sehr gut können diese aufgenommenen anforderungen mit den leistungsversprechen potenzieller anbieter von ecm – lösungen abgeglichen werden. entsteht so ein lastenheft? ja, inhaltlich sollte am ende die grundlage für die erstellung vorliegen.

dann ist es kein großer aufwand mehr in der konzeptionsphase eine genaue beschreibung der gesamtheit der anforderungen des auftraggebers zu erstellen. – übrigens: voraussetzung für jeden auswahlprozess – beginnen sie einen auswahlprozess nie ohne – sonst bekommen Sie einem hummer obwohl sie ein familienauto brauchen.

dies ist ein aufgabenuniversum und in jedem projekt werden differenzierte, spezielle und besondere aufgaben auf sie warten. dies macht für mich den reiz aus, auch zu erfahren was sich der kunde wünscht und wie weit seine vorstellungen reichen.

und gerade weil es hier um die realisierung geht – ist es sehr wichtig auch realistisch zu sein und sehr wohl die betriebswirtschaftliche seite genau im auge zu behalten.

mir sind einige themen hierzu eingefallen, die im zusammenhang mit der erstellung eines anforderungskataloges sehr wichtig sind.


bitte vergessen wir nicht . . .

es geht um das komplexe zusammenspiel von menschen, prozessen und technologie.

Anforderungskatalog

dies stellt keinesfalls das vollständige universum da, nur ein ausschnitt und nach belieben zu erweitern . . .


juristische anforderungen ermitteln

die realisierung von ecm, ohne die detaillierte auseinandersetzung mit den rechtlichen rahmenbedingungen, ist undenkbar. manchmal (nein sind wir ehrlich – es ist immer sehr trocken und zäh) – aber dennoch absolut notwendig.

doch möchte ich an dieser stelle ganz deutlich sagen – man führt nicht ecm im unternehmen ein um den rechtlichen anforderungen gerecht zu werden. wir wollen effiziente, kostengünstige und qualitativ hochwertige businessprozesse, die durch moderne technologien optimal unterstützt werden.


die erfüllung von rechtlichen anforderungen ist eine zwingende notwendigkeit und muss das positive abfallprodukt all unserer bemühungen sein.

hier spielen interne restriktionen, compliance – anforderungen, revisionssicherheit, langzeitarchivierung und datenschutzbelange eine entscheidende rolle.


Compliancetreiber


dokumentenanalyse durchführen

die bestandsaufnahme der zu berücksichtigenden dokumente bringt die ganze vielfalt zutage. nicht selten habe ich in meiner praxis von den kollegen verwunderte blicke und aha – effekte geerntet. es ist kaum zu glauben wo überall dokumente im unternehmen aufzufinden sind und was alles mit diesen dokumenten passiert.

eine detaillierte ganzheitliche aufnahme ist hier sehr wichtig. lassen sie sorgfalt walten und fragen sie lieber einmal mehr nach. schauen sie sich die Dokumente live an und unterschätzen sie die entstehenden mengen nicht.

auch wenn das thema e-mail berechtigterweise in aller munde ist – die unterschiedlichsten papierhaften dokumente, mit den verschiedenen formaten (von postkarte bis a0) und die qualitäten sind eine herausforderung für sich.

neben den papierhaften dokumenten, gilt ebenfalls das gesamte spektrum an elektronischen dokumenten genauestens zu untersuchen.

persönlich habe ich mir immer eine vollständige mappe mit allen physischen dokumenten zusammengestellt – diese mappe bildet dann die grundlage einer genauen prüfung.

eine solche mappe vermeidet im projektverlauf die frage . . . sind das jetzt alle dokumente die vorkommen? ebenfalls sollte eine übersicht aller elektronischen dokumente erstellt werden.


wir leben in einer dynamischen welt und die analyse der dokumente ist immer eine momentaufnahme.

Dokumentenuniversum


ein weiteres wichtiges thema betrifft die wege, die dokumente im unternehmen nehmen.

die zentralen fragen in diesem zusammenhang sind . . .

  • welche dokumente, bekommt wer, wann wohin und wofür?
  • wo gehen die dokumente hin, wenn die bearbeitung abgeschlossen ist?
  • entstehen durch dokumente bei der bearbeitung neue dokumente und was passiert mit diesen?
  • bestehen abhängigkeiten zwischen eingehenden und ausgehenden dokumenten?
  • entstehen zwischendokumente und wie wird mit ihnen umgegangen?
  • wie sehen die unterschiedlichen stati (eingegangen, bearbeitet, weitergeleitet, erledigt usw.) aus?
  • entstehen aus system (wie erp, crm . . .) dokumente und was passiert mit diesen?
  • wer ist auslöser von dokumenten, wer empfänger?
  • wo liegen möglichkeiten der steuerung?
  • und weitere . . .

Dokumentenfragen

hier scheinen schon die formulierungen die antwort zu geben – vorsicht: vergewissern sie sich – der teufel liegt im detail und es kommt nicht selten vor, dass unterschiedliche fachbereiche ganz unterschiedliche betrachtungsweisen haben. das verständnis im zusammenhang mit dokumenten ist immens diversifikativ.


soll – prozesse entwickeln

alle arbeiten in der anforderungsdefinitionsphase münden in der beschreibung und modellierung der soll – prozesse. bereits bei der ist – aufnahme der prozesse sind in der regel defizite und schwachstellen festgestellt worden – diese sind in der zielbeschreibung aufzugreifen und es sind lösungen zu erarbeiten.

nun werden die fachlichen und technischen anforderungen zusammengefasst und definiert an welcher stelle in den neu gestalteten prozessen die technische realisierung einzubinden ist. hier gehören kreativität und pragmatismus dazu, um wirklich gute und vor allem akzeptierte zielabläufe zu gestalten.

bei der entwicklung der zielprozesse sind mehrere iterationen erforderlich, die entwickelten lösungen müssen fachlich abgestimmt und technisch hinsichtlich der realisierbarkeit überprüft werden.

und bitte auch an die kosten denken, hier gibt es immer wieder die gleichen situationen . . .


die fachbereiche möchten . . .

  • reduzierung von postlaufzeiten
  • vermeidung von medienbrüchen
  • effiziente, schnelle prozessdurchläufe
  • entlastung von manuellen und routinearbeiten
  • jederzeitige verfügbarkeit der informationen
  • einfach zu nutzende systeme
  • usw.


die it möchte . . .

  • nahtlose integration in die bestehende it – infrastruktur
  • einfache und ressourcenschonende betreuung der systeme
  • zukunftsfähige und offene systeme für eine optimale weiterentwicklung
  • usw.

der aufwand für die realisierung muss jedoch in einem gesunden verhältnis zum nutzen stehen, dennoch machen sie nicht den fehler einer reinen roi – betrachtung.

die einführung einer ecm – lösung (schrittweise und in phasen – mit der dafür erforderlichen zeit) wird seine wirkung erst mit der zeit entfalten. kostenreduzierungen durch schnellere businessprozesse, die optimierung des kundenservice und die verbesserung der qualität sind faktoren die am ende des tages die zukunftsfähigkeit des unternehmens sichern.


noch ein wort zur entwicklung und modellierung der soll – prozesse

nehmen sie externes prozess know how in anspruch, wenn in den eigenen reihen defizite bestehen – meine erfahrungen haben mich gelehrt, dass diese investitionen bei guten prozessberatern gut angelegt sind.

es ist unmöglich ecm im unternehmen wirtschaftlich einzuführen ohne gleichzeitig eine geschäftsprozessoptimierung durchzuführen. bei der definition der soll – prozesse besteht eine eine riesige chance . . .


  • entwicklung einer unternehmensprozesslandkarte
  • definition von kern- und unterstützungsprozessen
  • festlegen der modellierungstiefe und der notation
  • standardisierung der prozessmodellierung
  • definition von rollen und verantwortlichkeiten (prozesseigentümer, prozessverantwortlicher, . . .)


. . . auf dem weg zu einer prozessorientierten organisation. aber ich drifte zu sehr in das business prozess management (bpm) ab, obwohl man bereits erkennen kann – ecm und bpm gehören zusammen. diese themen dürfen sie auf keinen fall isoliert betrachten.


ergebnisse

nun sollten die ergebnisse vorliegen und bilden damit die grundlage für den start in die nächste phase, der konzeption.


  • ist – prozesse dokumentiert
  • gesamte anforderungen definiert
  • soll – prozesse freigegeben


eine vollumfängliche und detaillierte anforderungsdefinition erleichtert und beschleunigt maßgeblich die konzeptionsphase.

diese phase werde ich in meinem nächsten artikel im august 2009 beschreiben. ich hoffe, ich konnte etwas unterhalten und hunger auf die konzeptionshase . . . machen.

Author: Yves Mollenhauer

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projekt: praxisbook – ecm

bereits zum zeitpunkt, als ich die idee der ecm – projektlandkarte hatte,  suchte ich  nach einer möglichkeit die theorie besser und mit mehr nutzen für die praxis  – in die praxis zu überführen. hierbei habe ich einige wortspiele durchgeführt und am ende ist dann – theorie transformation für die praxis – herausgekommen.

eigentlich ist die idee adaptiert aus meiner persönlichen erfahrung während der projektmanagement – zertifizierung der IPMA / GPM level d und level c in 2008.

hier wurde anhand eines transferprojekts, die theorie des projektmanagement in ein musterprojekt überführt. raugekommen ist dann eine teamarbeit (drei autoren) – also ein transfernachweis mit ca. 120 seiten und allen wichtigen aspekten bei der projektplanung und durchführung.

genau so etwas schwebt mir nun auch für ein ganz konkretes ecm – projekt vor. besser gesagt eine beschreibung eines musterprojekts mit all seinen aspekten und fallstricken. angereichert soll das ganze werk mit grafiken (ggf. auch animiert), beispielen und mustervorlagen für die tägliche praxis werden.


Praxisbook_ECMnun ja – wie also anfangen und ist blog.pentadoc.com die richtige plattform dafür? ich meine nein, da dies den rahmen sprengen würde und blog.pentadoc.com für derartige dokumentationen nicht konzipiert ist. aus diesem grund habe ich das projekt: praxisbook  – ecm gestartet.


basis für die entwicklung ist die sehr bekannte wiki – software dokuwiki. sie bietet sich sehr gut für eine dokumentation und die transformation der theorie in ein praxisbeispiel an. aktuell bin ich dabei auf meinem webspace dokuwiki einzurichten. sobald alles steht, werde ich hier an dieser stelle den startschuss für das projekt geben und darauf verlinken.

weiterhin soll in dieser kategorie hier auf blog.pentadoc.com über den aktuellen verlauf des projekts: praxisbook – ecm aufmerksam gemacht werden.

da dokuwiki grundsätzlich als offenes system und zur mitarbeit konzipiert ist, bestehen interessante und vielfältige möglichkeiten der zusammenarbeit mit anderen interessierten. starten werde ich es jedoch als geschlossenes system – habe aber vor das projekt dann zu gegebener zeit zu öffnen.

natürlich steckt hinter so einer idee viel arbeit und es benötigt viel zeit – arbeit ist aber wie salz in der suppe – oder schmeckt ihnen die suppe ohne salz? bitte aber nicht zu viel ;-).


also lassen sie sich überraschen.

yves mollenhauer / berlin 21. juli 2009


Author: Yves Mollenhauer

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